Kreative Tanztherapie

Die Schwerpunkte des Heilpädagogischen Tanzes und der Tanztherapie liegen nicht in vorgegebenen Tanzstilen oder Tanztechniken, vielmehr werden durch Bewegungsimprovisationen und experimentelle freie Tanzformen auf der körperlichen Ebene Erfahrungen gemacht, die in Bezug stehen zu vergangen Lebensereignissen, die der Körper gespeichert hat. Die im freien Tanzen gemachten Erfahrungen spiegeln die augenblickliche Befindlichkeit, so dass Einblicke und Kontakte zu inneren Bewegungen möglich werden.

Der Körper ist das Instrument, er vermittelt zwischen innen und außen. Aus innerer Notwendigkeit heraus und von der persönlichen Emotionalität des Tanzenden getragen entstehen die Bewegungen und ermöglichen zu einem zum Erleben, Handeln und Verstehen zu kommen, die im Gespräch reflektiert werden können. Der Körper spiegelt in Haltung und Bewegung das innere Erleben wider. Die erlebten Erfahrungen werden durch ein Gespräch ergänzt und abgerundet.

Weitere Informationen zum Heilpädagogischen Tanz

Die Ursprünge des Heilpädagogischen Tanzes und der Tanztherapie sind bei den Tänzer/innen des beginnenden 20. Jahrhundert zu finden, die sich in dem humanistischen Menschenbild identifizieren.

Folgende Gedanken von Trudi Schoop , eine der ersten Tänzerinnen die tanztherapeutisch arbeitete, möchte ich zitieren:

Der Mensch tritt durch seinen Körper in Erscheinung; der Körper ist der sichtbare Ausdruck des gesamten Menschen. Geist und Körper stehen in dauernder gegenseitiger Wechselbeziehung, so dass, was vom inneren Selbst erfahren wird, sich im Körper voll auswirkt – und was vom Körper erfahren wird das innere Selbst beeinflußt. Die Gedanken und Gefühle können rational oder irrational, positiv oder negativ, zerstreut oder konzentriert, angenommen oder verdrängt sein. Der innere Zustand verkörpert sich im leiblichen Da – Sein. Er zeigt sich in der Haltung des Körpers ,in der Art, wie er zentriert ist, in seinem Rhythmus, seinem Tempo, seinen Lauten, dem Gebrauch von Spannung und Energie, seiner Beziehung zum Raum und seiner Wandlungsfähigkeit. Diese Faktoren bestimmen die Ausdrucksweise des Körpers. Sie bedingen die Art der Bewegung und Fortbewegung. Der Mensch erfährt die Außenwelt durch seinen Körper. Die Sinne informieren ihn über das eigene Sein.
Sie sagen dem Menschen, wie er sich fühlt, wer er ist und wo er ist. Durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen erfährt er die Wellt. In ihre aufeinander einwirkende Beziehung bilden Geist und Körper eine Einheit. Ihre Zusammenarbeit gewährleistet die Harmonie des Menschen.

Gerne beantworte ich Ihre Fragen unter der Telefonnummer:

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